Gewindesteigung
Die Gewindesteigung beschreibt den Abstand zwischen zwei benachbarten Gewindegängen. Sie ist neben dem Gewindedurchmesser ein wichtiges Merkmal zur eindeutigen Bestimmung eines Gewindes.
Bei metrischen Gewinden wird die Gewindesteigung in Millimetern angegeben. Die Bezeichnung M10×1 bedeutet beispielsweise, dass das Gewinde einen Nenndurchmesser von 10 mm und eine Gewindesteigung von 1 mm besitzt. Von einem Gewindegang zum nächsten beträgt der Abstand somit 1 mm.
Die Gewindesteigung kann mit einer Gewindelehre bestimmt werden. Ist keine Gewindelehre vorhanden, kann alternativ die Länge mehrerer Gewindegänge gemessen und durch deren Anzahl geteilt werden. Das Messen über mehrere Gewindegänge reduziert dabei mögliche Messfehler.
Die Gewindesteigung ist besonders wichtig, weil Gewinde mit gleichem Durchmesser unterschiedliche Steigungen besitzen können. Ein passender Gewindedurchmesser allein bedeutet daher noch nicht, dass zwei Gewinde miteinander kompatibel sind.
Bei Zoll-Rohrgewinden wird die Steigung häufig nicht direkt in Millimetern, sondern über die Anzahl der Gewindegänge pro Zoll (TPI – Threads per Inch) beschrieben. Deshalb müssen bei der Bestimmung eines unbekannten Gewindes sowohl Gewindedurchmesser als auch Gewindesteigung bzw. Gewindegangzahl berücksichtigt werden.
Die korrekte Bestimmung der Gewindesteigung hilft bei der Auswahl passender Flexschläuche, Panzerschläuche, Armaturen, Fittings, Adapter und anderer Anschlusskomponenten.