Gewindemaß
Das Gewindemaß beschreibt die Größe und Ausführung eines Gewindes und ist entscheidend dafür, welche Anschlüsse miteinander verbunden werden können. Typische Bezeichnungen sind beispielsweise G 1/2 Zoll, G 3/4 Zoll, M8×1, M10×1 oder M12×1.
Um ein Gewindemaß zu bestimmen, sind insbesondere der Gewindedurchmesser und die Gewindesteigung wichtig. Der Durchmesser kann mit einem Messschieber gemessen werden. Bei einem Außengewinde wird über die äußeren Gewindespitzen gemessen, bei einem Innengewinde entsprechend im Inneren des Anschlusses.
Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen metrischen Gewinden und Zoll-Rohrgewinden.
Bei einem metrischen Gewinde gibt die Bezeichnung den Nenndurchmesser direkt an. Ein M10×1 Gewinde besitzt beispielsweise einen Nenndurchmesser von 10 mm und eine Gewindesteigung von 1 mm.
Bei einem Zoll-Rohrgewinde darf die Zollangabe dagegen nicht direkt in Millimeter umgerechnet werden. Ein 1/2 Zoll Gewinde hat beispielsweise nicht 12,7 mm Gewindedurchmesser, sondern ein Außengewinde von etwa 20,95 mm. Ein 3/4 Zoll Gewinde misst außen etwa 26,44 mm und ein 1 Zoll Gewinde etwa 33,25 mm.
Wer das Gewindemaß eines vorhandenen Anschlusses bestimmen möchte, sollte daher nicht nur den gemessenen Durchmesser betrachten, sondern diesen mit den genormten Gewindegrößen vergleichen.
Das richtige Gewindemaß ist besonders bei der Auswahl von Flexschläuchen, Panzerschläuchen, Armaturen, Eckventilen, Fittings und Adaptern wichtig. Nur wenn Gewindeart und Gewindegröße zusammenpassen, können die Bauteile ordnungsgemäß miteinander verbunden werden.