EPDM
EPDM steht für Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk und ist ein elastischer Kunststoff bzw. synthetischer Kautschuk, der aufgrund seiner technischen Eigenschaften häufig zur Herstellung von Schläuchen, Dichtungen und anderen elastischen Bauteilen verwendet wird.
EPDM zeichnet sich insbesondere durch eine gute Temperatur-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit aus. Der Werkstoff ist außerdem gegenüber vielen wässrigen Medien beständig und eignet sich deshalb für zahlreiche Anwendungen in der Sanitär-, Heizungs- und Installationstechnik.
Bei Flex- und Panzerschläuchen kann EPDM als Werkstoff für den innenliegenden Schlauch, den sogenannten Inliner, verwendet werden. Dieser führt das Medium, während eine äußere Umflechtung den Schlauch stabilisiert und vor mechanischen Belastungen schützt.
In Deutschland wird EPDM bei neu hergestellten Trinkwasserschläuchen heute nicht mehr als Inliner-Werkstoff eingesetzt, da die aktuellen hygienischen Anforderungen an Produkte im Kontakt mit Trinkwasser zu beachten sind. Für moderne Trinkwasser-Flexschläuche kommen daher entsprechend geeignete und für diesen Verwendungszweck bewertete Werkstoffe zum Einsatz.
EPDM-Schläuche werden weiterhin für zahlreiche Anwendungen außerhalb der Trinkwasserinstallation verwendet. Dazu gehören beispielsweise Nutzwasser, Heizungsanlagen, Pumpen, Maschinen und andere technische Anwendungen, sofern der Werkstoff für das jeweilige Medium sowie den vorgesehenen Druck- und Temperaturbereich geeignet ist.
Bei der Auswahl eines Schlauchs ist deshalb wichtig, zwischen Trinkwasser und Nutzwasser zu unterscheiden. Ein Flex- oder Panzerschlauch mit EPDM-Inliner sollte nicht allein aufgrund seiner technischen Druck- und Temperaturbeständigkeit für Trinkwasser eingesetzt werden.
Neben dem Werkstoff des Inliners müssen bei der Auswahl eines geeigneten Schlauchs auch Betriebsdruck, Temperaturbereich, Anschlussart, Nennweite und die Beständigkeit gegenüber dem jeweiligen Medium berücksichtigt werden.