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Warum 1 Zoll nicht 25,4 mm sind ... Mehr erfahren

Warum ein Zoll nicht 25,4 mm sind

Wer einen Schlauch oder eine Verschraubung kauft, stolpert früher oder später über dieses Rätsel. Die Lösung ist einfacher als gedacht.

Die Kurzantwort

Bei Rohren und Schläuchen gibt die Zoll-Angabe an, wie viel Wasser durchpasst – also den Durchmesser innen. Das Gewinde sitzt aber außen auf der Rohrwand und ist zwangsläufig größer als die Zollzahl vermuten lässt. Ein Gewinde mit der Aufschrift G 1" hat innen ca. 30 mm Platz für das Wasser – misst außen aber knapp 33 mm, und nicht 25,4 mm wie viele erwarten würden. Das ist kein Druckfehler, sondern so gewollt.

Das steckt dahinter – ganz einfach erklärt

Stellen Sie sich eine Wasserleitung vor: Was zählt, ist wie viel Wasser durchfließt – also der Durchmesser von innen. Genau das meint die Zollzahl beim Rohrgewinde. Eine Leitung mit „1 Zoll" hat innen ungefähr 30 mm Platz für das Wasser.

Das Gewinde selbst sitzt jedoch außen auf der Rohrwand. Und die Rohrwand hat ja auch eine Dicke. Deshalb ist das Gewinde außen immer größer als die Zollzahl rechnerisch ergeben würde. Beim G 1"-Gewinde beträgt der Außendurchmesser knapp 33 mm – obwohl 1 Zoll eigentlich 25,4 mm wären.

Kurz gesagt: Die Zollzahl beschreibt das Innere des Rohres, nicht das Gewinde selbst.

Wichtig beim Kauf: Für eine dichte Verbindung immer gleiche Zoll-Größen zusammenschrauben – also G 1" auf G 1", G ¾" auf G ¾". Die tatsächlichen Millimeter-Maße müssen Sie dafür nicht kennen.

Warum passt die Zollzahl trotzdem nicht ganz?

Selbst wenn man weiß, dass die Zollzahl den Innendurchmesser meint – stimmt die Rechnung trotzdem nicht exakt. G 1" sollte innen also 25,4 mm haben, hat aber tatsächlich ca. 30 mm. Warum?

Als die Rohrgewinde-Norm vor über 150 Jahren entstand, waren Rohre noch aus vergleichsweise dickem, ungleichmäßigem Stahl gefertigt. Damals hatte ein 1-Zoll-Rohr tatsächlich einen Innendurchmesser von ca. 25,4 mm – die Wandstärke war entsprechend stark. Als die Stahlverarbeitung besser wurde und die Wände dünner werden konnten, wuchs der Innendurchmesser – die Zoll-Bezeichnung aber blieb, um Kompatibilität zu wahren. Die Norm wurde eingefroren, die Werkzeuge blieben, und bis heute trägt das Gewinde dieselbe Zollzahl wie damals.

Kurz gesagt: Die Zollzahl ist ein historisches Erbe aus der Zeit dicker Rohrwandstärken. Sie hat heute keinen direkten Bezug mehr zu einem messbaren Millimeterwert – ist aber als Bezeichnung weltweit so eingeführt, dass sie niemand mehr ändern wird.

Nachschlagen: Alle Maße auf einen Blick

Sie haben ein Rohr, einen Wasserhahn oder einen Schlauchanschluss und wollen wissen, welche Zoll-Größe das ist? Messen Sie mit einem Lineal oder Messschieber den Außendurchmesser des Gewindes (über die Schraubzähne hinweg) und gleichen ihn mit unserer Tabelle ab:

Aufgepasst bei Schläuchen: Der Innendurchmesser eines Schlauches und die Gewindegröße am Anschluss sind zwei verschiedene Dinge – auch wenn beide in Zoll angegeben werden. Ein Saugschlauch mit 1 Zoll Innendurchmesser (= 25,4 mm Lichtweite) hat einen Gewindeanschluss mit knapp 33 mm Außendurchmesser. Schauen Sie deshalb immer in die vollständige Artikelbezeichnung.